Weihnachten

In den Philippinen hat die Weihnachtssaison schon seit September begonnen. Wenn man sich in Deutschland beschwert, dass die Supermärkte Weihnachtsprodukte schon im Herbst verkaufen, dann sollte man den ganzen Spaß mal hier mitmachen. Seit September werden wir, egal ob auf dem Campus oder in Geschäften, mit Weihnachtsmusik beschallt. Greller Weihnachtsschmuck und bunte Lichterketten hängen überall und auch der Weihnachtsbaum (praktischer Weise aus Plastik und wiederverwendbar) wurde schon im November aufgestellt.

beab6c6f035be9410e3cd938d73b29c0

Trotzdem ist es schwer, in Weihnachtsstimmung zu kommen. Es fehlen die kalten Tage, die man zuhause mit dicken Socken und einer Tasse Tee verbringt. Doch eine deutsche Tradition verpassen wir nicht. Unsere Mamis haben uns einen Adventskalender gebastelt und hergeschickt, mit dem wir die Tage bis Weihnachten runterzählen können.

Der Dezember ist hier aber auch schon ohne Kalender sehr aufregend. Es kommen viele Besucher, die Weihnachtspartys mit den Kindern feiern und Geschenke (meistens Süßkram) verschenken. Die Kinder lieben es und es ist immer ein großes Chaos. Am Ende sind dennoch alle glücklich.

Mit dem Campus haben wir auch schon eine Weihnachtsfeier gefeiert. Es wurde gesungen, gespielt und am Ende gab es das große Geschenke verteilen. Ganz praktisch wird hier mit dem ganzen Campus gewichtelt. Die Geschenke sollten von Herzen kommen. Deswegen habe ich der kleinen Angela einmal Weihnachtsplätzchen backen mit mir geschenkt.

Viele Kinder fahren über Weihnachten zu ihren Eltern und auch wir werden uns eine Auszeit nehmen.

Nach 4 1/2 Monaten bin ich urlaubsreif und freue mich schon sehr auf Palawan, eine der schönsten Inseln hier in den Philippinen. Das wird ein ganz anderes Weihnachten. Und endlich die Möglichkeit, die Philippinen noch mal von einer anderen Seite kennen zu lernen.

Wie kostbar ist Wasser

Wie kostbar ist doch Trinkwasser. In Deutschland können wir dies sogar aus dem Hahn trinken. Was für ein Luxus.
Trinkwasser wird hier immer in Kanistern geliefert und an den Automaten kann man es sich dann in eine Trinkflasche füllen oder sogar (je nach Automat) heiß in eine Tasse mit Kaffeepulver füllen.

Besonders am Anfang, als wir noch keinen Automaten im Zimmer hatten und unsere Flasche immer in der Küche auffüllen mussten, habe ich das Flasche Auffüllen am Wasserhahn vermisst.

Kritisch wird es, wenn der Wasserlieferant einfach mal für 2 Tage nicht kommt und keiner weiß warum. Wie alles hier, wird auch das entspannt angegangen. Irgendwann werden dann mal Kanister gekauft, denn die Kinder sind durstig und die Mitarbeiter auch… Dann gibt es erstmal Schlange stehen vor den 2 Kanistern für 80 Kinder. Kein Wunder, dass die erlösende Wasserlieferung mit Jubel empfangen wird.
Aber auch das Wasser aus dem Hahn scheint an manchen Tagen zu streiken. Da will man gerade den riesigen Berg Wäsche waschen oder schnell unter die Dusche springen und außer einem lauten Gurgeln kommt nichts aus dem Hahn. Auch hier wieder Ratlosigkeit bei den Mitarbeitern, dennoch ist man zuversichtlich. Irgendwann wird das Wasser schon kommen. Die Frage ist nur wann.

Muffin- und Keksverkauf

Unsere Muffins und Kekse kamen so gut an, dass wir gefragt wurden diese bei einer Veranstaltung von CCT an die Mitarbeiter dort zu verkaufen. 3 Tage vor der Veranstaltung… Kurzfristig mussten wir uns eine Verpackung überlegen, die Materialen besorgen und vor allem noch rechtzeitig fertig stellen. Eine Sache war da doch noch…ach ja, backen! Das mussten wir dann auch noch unterkriegen. Unsere Mädchen waren tatkräftig dabei und haben sogar eine Nachtschicht mit eingelegt. 

Der Verkauf war ein voller Erfolg, alles war ausverkauft und die Freude groß.  

Mit dem eingenommene Geld werden die Kosten gedeckt und die Mädchen bekommen den Gewinn als eine Art Taschengeld. 12278020_1091529330864755_1425219202_n
12286020_1091529297531425_737206164_n

12286186_1091529277531427_1057003728_n

12248813_1091529287531426_2111002951_n

12285658_1091529307531424_1185316043_n

ROS Waschsalon

Hinter dem Dormitory der Kinder befindet sich der Waschbereich des ROS. Neben vielen Waschbecken gibt es auch ‚Waschmaschinen‘ oder eher gesagt Trommeln. Man packt seine Wäsche in besagte Trommel, lässt kaltes bis warmes Wasser (je nach dem was aus dem Schlauch kommt) drüber laufen und streut Waschmittel drüber. Für 15 min rotiert das Ganze dann im Kreis. Richtig sauber werden die Sachen nur durch Handwäsche. Die Skills muss ich noch mehr üben. Aber es hat sich schon wesentlich gebessert. Am Anfang sahen wir dabei doch sehr unbeholfen aus.

Zum Glück gibt es einen Trockner, der in 5 min das meiste Wasser aus der Kleidung schleudert. Wenigstens das anstrengende Auswringen bleibt einem erspart.

12272841_1091518984199123_1479510408_n

12286068_1091519080865780_932246816_n

12282789_1091519010865787_484662449_n